My Ex-Friend Cayla: Bundesnetzagentur verbietet Spionage-Puppe

Bietet sich online noch unverdrossen als Freundin an: Abhörpuppe "Cayla" (Screenshot: http://myfriendcayla.de/ am 17.2.17).

Bietet sich online noch immer unverdrossen als Freundin an: Abhörpuppe „Cayla“.

Die Bundesnetzagentur hat am 16. Februar 2017 die Puppe „My Friend Caya“ aufgrund des Rechtsgutachtens eines wackeren Jurastudenten unter dem Gesichtspunkt des Missbrauchs von Sendeanlagen nach § 90 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) verboten. Grundlage ist die mangelhafte Absicherung des, nunja, „Spielzeugs“.

Das Verbot hat drastische Folgen: Gemäß der entsprechenden Anordnung der Bundesnetzagentur muss die Sendeanlage – also die Puppe zerstört werden. Als Vernichtungsnachweis bietet sich ein Foto an. Nur eindeutig sollte es sein, ist bei der Bundesnetzagentur nachzulesen.

Cayla und ihr seltsames Alter Ego für Jungs namens „I-Que“ waren mir bereits Ende Dezember 2016 unangenehm aufgefallen, weswegen ich ihr den Text „Vorsicht: Freund hört mit“ in der Mac Life gewidmet habe.

Dieser ist mittlerweile frei verfügbar, und zwar hier.

Mac Life: Dashcam vor Gericht

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„Von Rechts Wegen“ heißt meine Kolumne in der „Mac Life“. Ältere Beiträge sind nach einiger Zeit kostenlos online verfügbar.

Wer ein iPhone sein Eigen nennt, hat mit der passenden App auch gleich sämtliches Equipment zusammen, das für den Betrieb einer „Dashcam“ im eigenen Auto notwendig ist. Meine Kolumne in der Februar-Ausgabe der „Mac Life“ nähert sich dem Thema noch einmal rechtlich. Mac Life 3/2017 gibt es ab sofort am Kiosk; Meine Beiträge sind nach einiger Zeit hier kostenlos online abrufbar (Das gilt übrigens auch schon für die Kolumne aus dem letzten Monat zum Thema vernetztes Kleinkinderspielzeug: „Vorsicht, Freund hört mit!“).

 

Kieler Zeitschriftenprojekt „Lebenswege“ auf Deutsch und arabisch

„Lebenswege“ heißt ein Kieler Zeitschriftenprojekt von Flüchtlingen für Flüchtlinge, das seit September 2016 auf Deutsch und auch auf arabisch erscheint. Für die erste Ausgabe hat mich die Redaktion um ein Statement zum Urheberrecht in Deutschland gebeten, das ich gern gewährt habe. Die arabische Version des Interviews stelle ich mit freundlicher Genehmigung nachfolgend zum Download bereit.

Die Gesamtausgabe der 1. Ausgabe der Lebenswege mit dem Titel „Flüchtlinge im Teufelskreis“ gibt es (kostenfrei) hier.

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Wenn der Schutzmann zweimal twittert

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Seit dem 13. Januar 2017 twittert nun auch die Schleswig-Holsteinische Landespolizei unter @SH_Polizei. Warum ich das nicht unter allen Umständen begrüßenswert finde, erläutere ich in der heutigen Dirks Netzwelt – Zu finden in den Zeitungen des sh.z-Verlags zwischen Flensburg und Schenefeld sowie online hier.

NPD-Verbot: BVG – Weil Wir Dich Lieben

Alle paar Jahre kann man wieder einmal irgendwo lesen, dass es nun bald genau so viele Juristen gäbe wie gecastete Kandidaten für „Deutschland sucht den Superstar“. Die damit in der Regel verbundene Feststellung ist ja die, dass das zu viele seien. Dem muss energisch entgegen getreten werden: Genug Juristen haben wir erst, wenn der Vorrat ausreicht, um in jeder „Phoenix-Runde“ einem Sozialpädagogen und einem Politikwissenschaftler ins Wort zu fallen, und im Spiegel-, Zeit- und MDR-Newsroom einem übereifrigen Social-Media-Kanal-Befüller in den Arm.

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