“Drohneneinsatz” und Panoramafreiheit: (Wie) geht das jetzt zusammen?

Corona-Silvester 2020: der Heinrich-Hertz-Turm aka “Telemichel” ist in bunten Farben angestrahlt und gibt ein tolles Bild ab. Ich habe als Drohnenpilot zu solch einem Anlass immer meine Drohne dabei. Gerade als ich die Drohne starten will, kommen mir Zweifel: Darf ich mit meiner Drohne Bilder vom Heinrich-Hertz-Turm machen? Immerhin stellt die Lichtinstallation möglicherweise “Kunst” dar, und hier ist Vorsicht geboten, wie gerade Hamburger aus leidiger Erfahrung mit blauem Licht wissen. Die Fragen nach den rechtlichen Grenzen eines solchen “Drohneneinsatzes” stellen sich daher viele. Denn die Rechtsprechung zur Panoramafreiheit aus § 59 UrhG sieht “Hilfsmittel” traditionell kritisch. Andererseits war sie auch in der Vergangenheit für Überraschungen “gut” gewesen.

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Leistungsschutzrecht für “Core News Content”: Google ./. Australien

Nicht nur die Europäer rücken mit ihrer “DSM-Richtlinie”, die 2019 verabschiedet wurde und sich in den Mitgliedsstaaten derzeit in der Umsetzung befindet, dem Plattform-Geschäftsmodell zu Leibe.

Ebenso wie bereits im Jahr 2013, als der Deutsche Gesetzgeber im Alleingang ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger und damit eine Bezahlpflicht für News-Aggregatoren wie “Google News” erschuf – und letztlich vom EuGH aus eher formellen Gründen einen Strich durch die Rechnung gemacht bekam – möchte Australien mit seinem “News Media and Digital Platforms Mandatory Bargaining Code” nun Internet-Plattformen, die Nachrichteninhalte Dritter verbreiten, zur Kasse bitten.

Google reagiert wie gehabt: Mit der Drohung der Einstellung bzw. Begrenzung seiner Services.

Die Deutsche Welle hat das Thema im Januar 2021 aufgegriffen und (neben dem Kölner Kollegen Christian Solmecke) auch mich um ein paar Sätze zu dem Thema gebeten. Sie sind hier nachzulesen.

Mein neuestes Interview zu irgendwas mit Persönlichkeitsrechten oder so (Kostenlos! Mit Foto!)

Auch Anwälte sind Unternehmer. Unternehmer machen und brauchen PR. Das dürfte jedem klar sein, der mal nach “Abmahnung Anwalt” googelt oder die Preise von “anwalt.de” kennt. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Strategien: Manche erschließen sich dabei auf den ersten Blick (z.B. gebuchte und bezahlte Anzeigen in Zeitungen und bei Google, Twitteraccounts, die den ganzen Tag “Vorsicht Abmahnwelle” plärren), manche sind etwas mehr um die Ecke gedacht. Und natürlich ist es auch für Anwälte wichtig, im Gespräch zu bleiben, medial sichtbar zu sein. Das kann ebenfalls Teil einer PR-Strategie sein. Offenbar bringt das manche Unternehmen auf originelle Ideen.

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Urheberrecht und Lehre: Was man in der Schule “so” nutzen darf

-- URHEBERRECHT --
Inhalt:
Einleitung
Privilegierungen des Urheberrechts im Bereich Forschung und Lehre
Kopieren von Katzenfotos? An sich verboten, im Schulbereich manchmal erlaubt
§ 60a UrhG: Wer darf was?
Weitergehende Nutzungserlaubnisse nach Gesamtvertrag zu § 60a UrhG
Analoges und digitales Kopieren von Lehrwerken
Umfang der Nutzung nach dem Gesamtvertrag
-- URHEBERRECHT --
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5 populäre Rechtsirrtümer zum Influencer-Marketing

-- SOCIAL MEDIA RECHT --
Inhalt:
Was ist Influencer-Marketing?
Irrtum #1: Behörden und Gerichte haben sowieso keinen Schimmer
Irrtum #2: So lange ich kein Gewerbe angemeldet habe, muss ich mich um nichts kümmern
Irrtum #3: Über “Werbekennzeichnung” muss ich mir nur Gedanken machen, wenn ich für ein konkretes Posting eine Entlohnung in Geld erhalte.
Irrtum #4: Ich muss dann wohl alles kennzeichnen. Auch meine Katzenfotos.
Irrtum #5: Wenn ich irgendwo ganz klein “#Ad” rantagge, bin ich safe.
-- SOCIAL MEDIA RECHT --
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