„Schnack und Thumby“ – SHZ-Podcast über Influencer auf Instagram

„Kooperations-Prostitution“ ist eine schöne Wortschöpfung der SHZ-Podcaster Merle Drießelkämper und Finn Schröder, die sich in der 20. Folge des Podcasts des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages mit dem schönen Titel „Schnack und Thumby“, mit dem Thema Influencing / Influencer befassen. Testimonial insoweit ist die Kieler Instagrammerin ja_liine (Kiel scheint das Mekka von gastronomischen Instragrammerinnen zu sein, aber das ist ein anderes Thema).

Nachdem ja_liine etwas aus ihrem Influencerinnen-Nähkästchen plaudert hat, darf ich auch noch ein paar Antworten zu Fragen zum Thema „Instagram & Recht“ beisteuern, und zwar etwa ab Minute 7:50.

„Schnack und Thumby“, Folge 20 ist hier zu finden.

Eine Anmerkung noch zur etwas ungewöhnlichen Frage nach dem Gewerbeschein:

Einen Gewerbeschein benötigt, wer einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht (Das Gegenstück dazu wäre der Freiberufler – Ärzte, Anwälte Architekten, aber auch Journalisten sind Freiberufler und benötigen als solche keinen „Gewerbe“-schein – mehr dazu z.B. hier). Der bürokratische Akt der Beantragung ist äußerst bescheiden und in zehn Minuten erledigt, so dass dies kein ernsthaftes Problem oder „Thema“ für den Influencer-Gründer sein dürfte. Eher schon ist das bei steuerlichen Fragen der Fall, weswegen ich jedem, der sich selbständig machen möchte, unbedingt dazu rate, sich zuvor steuerlich beraten zu lassen.

DIRKS.LEGAL unterstützt das Barcamp Kiel 2018 #bcki18

Längst ein Pflichttermin: Seit dem Jahr 2010 existiert das Kieler Barcamp und so wird es dieses Jahr schon neun. Und genau wie in den vergangenen Jahren bin ich sehr stolz darauf, das Kieler Barcamp auch über meine Teilnahme hinaus unterstützen zu dürfen. Save the Date: Das #bcki18 findet am 3. und 4. August 2018.

Was ist ein Barcamp?

An dieser Stelle erkläre ich traditionell kurz das Konzept eines Barcamps. Das fällt mir dieses Jahr besonders leicht, denn der Kieler Falkemedia-Verlag (Disclosure: für den ich ab und an arbeite) hat im vergangenen Jahr ein schönes Promotion-Video produziert, dass auch die spezielle Kieler Barcamp-Stimmung sehr schön einfängt:

Wie immer wird es auch 2018 (das Interesse der Anwesenden vorausgesetzt) nicht nur eine oder mehrere Sessions von mir zu rechtlich spannenden Themen geben, auch die Dirks-Krasemann’sche Podcast-Session darf wohl auch dieses Jahr als gesetzt gelten. Wem bereits heute Themen unter den Nägeln brennen, die er unbedingt einmal in einer Barcamp-Session von mir besprochen haben möchte, darf diese gern vorab kundtun, zum Beispiel in den Kommentaren zu diesem Beitrag.

„Ich möchte da hin. Was muss ich tun“?

Die Teilnahme am Barcamp Kiel steht jedermann offen und ist kostenlos. Die Anmeldung zum #bcki18 ist über die Barcamp-Kiel-Website möglich – wenn sie freigegeben ist. Dann sind die Tickets allerdings auch schnell vergriffen, so dass es sich lohnen könnte, dem Barcamp in den sozialen Medien zu folgen, um den richtigen Moment nicht zu verpassen –  z.B. auf Twitter.

Das Barcamp Kiel lebt von den Teilnehmern – und von Sponsoren

Gern weise ich an dieser Stelle auch noch einmal darauf hin, dass das Barcamp Kiel allein mit meinem bescheidenen finanziellen Beitrag eher nicht über die Runde(n) kommt. Über die Möglichkeiten des Sponsorings für Unternehmen kann man sich hier näher informieren.

facebook.com/dirkslegal wird am 31.3.2018 deaktiviert

Wie viele andere, habe natürlich auch ich die Debatte um #deletefacebook in den vergangen Tagen und Wochen verfolgt. Mich hat der Blogbeitrag von John Biggs besonders nachdenklich gemacht. Ich stimme dem zu. Ich muss hier nicht alle Argumente wiederholen, besser formulieren als er kann ich sie sowieso nicht.

Was mich aber noch einmal nachdenklicher gemacht hat, ist, dass viele, die Biggs oder auch Brian Acton, dem Whatsapp-Mitgründer zustimmen, gleichzeitig meinen, sie könnten es sich aus diesem oder jenem Grund nicht leisten, Facebook den Rücken zu kehren:

Ich arbeite damit, also kommt das für mich nicht infrage.

Diese Begründung finde ich fast genauso erschreckend wie der Umgang mit persönlichen Daten, der ja Gegenstand der derzeitigen Debatte ist, das undurchsichtige Geschäftsmodell und die demokratiezersetzende Wirkung, die (vor allem) Facebook entfaltet. Wenn der Satz stimmt, dann wären all diejenigen, die meinen, Sie müssten (nur) deshalb auf Facebook bleiben, weil sie damit eben „arbeiten“ müssen, der Beweis dafür, dass die Gesellschaft längst so sehr von der Plattform unterwandert ist, dass man sagen muss: Sie ist quasi ihr Sklave geworden.

Das kann nicht richtig sein. Und ich glaube auch nicht, dass das stimmt. Allerdings bin ich überzeugt davon, dass es eines Tages soweit sein könnte, wenn Facebook seine Macht nicht genommen wird. Das ist mit Regulierung oder Anpassungen am Geschäftsmodell meiner Meinung nach aber nicht zu erreichen. Sondern allein dadurch, dass man sich (und Dritte) der Plattform nicht mehr ausliefert. Die Datenschutzbehörden werden uns nicht retten (Sorry, Henry). Das können wir nur selbst.

Ich habe deshalb entschieden, das nicht länger zu tun und damit auch einen von mir schon länger mit Argwohn betrachteten Kommunikationsweg für Mandatsanfragen zu schließen. Die Kanzlei-Facebookseite unter facebook.com/dirkslegal wird deshalb mit dem 31.3.2018 abgeschaltet. Mit dem selben Tag werde ich hier auf meinem Blog auch die entsprechenden „Teilen“-Schaltflächen löschen, soweit des Facebook betrifft (Und mein privates Profil natürlich auch, falls das in diesem Zusammenhang interessant ist).

Natürlich ist mir klar, dass das mit der Kontrolle über die eigenen Daten so eine Sache ist. Nein, Facebook ist nicht das einzige Schwarze Schaf in diesem Tümpel und nein, natürlich ist es nicht völlig konsequent, nur Facebook zu meiden, wenn sich Twitter und Google  in ihren Geschäftsmodellen so sehr nicht unterscheiden.

Ich sehe hier trotzdem Unterschiede, die für mich heute so groß sind, dass ich handeln möchte.

Und ich glaube auch nicht, dass für die Masse der Nutzer z.B. Twitter eine so überragende Rolle spielt, wie das Facebook tut. Gut, außer für einen vielleicht.

In diesem Sinne: Auf wiedersehen, zum Beispiel hier, hier oder hier.

Jurafunk Nr. 151: Frivoles Plaudern über die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Es ist Jurafunk-Woche! In Folge 151 des Krasemann-Dirksschen Podcastexperiments wird über die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geplaudert. Das an sich kann bereits als Provokation gelten, denn die öffentliche und veröffentlichte Meinung zum großen Datenschutz-Armageddon, das am 25. Mai über Europa hereinbricht, lässt sich mit folgendem Trailer zu Roland Emmerichs Weltuntergangs-Epos „2012“ gut veranschaulichen. Man ersetze jeweils gedanklich „2012“ durch „2018“:

„Naja, wird eben alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird“, hilft da vielleicht nicht viel weiter. Aber vielleicht hilft Ihnen die in geradezu frivoler Weise zur Schau gestellte Gelassenheit von Krasemann & Dirks zumindest über diesen Tag. Inhaltlich gibt es dazu noch den ein oder anderen Hinweis, was sich ändert und wo vielleicht auch Sie noch mal „ran“ müssen.

Wir wünschen viel Vergnügen (und sei es auch ein gruseliges) mit Jurafunk Nr. 151:

 

Jurafunk Nr. 151 – Inhalt

0’00“ – Intro: 150. Mal Jurafunk, schon wieder! / Mikro in der Tasse
1’05“ – wovon man sich bald trennen muss
2’00“ – Am 25. Mai 2018 kommt die neue DSGVO. Konnte man damit rechnen?
2’00“  – Waren die alten Datenschutzvorschriften denn nicht mehr gut? Was passiert jetzt mit TMG, BDSG & Co?
15’09“ – Was ändert sich konkret? Für den kleinen Mann?
16’20“ – 20 Millionen Euro oder 4% des Umsatzes Bußgeld
17’00“ – Prinzipien der Datenverarbeitung – Art.  5 DSGVO
23’50 – Transparenz, Art. 13 DSGVO
27’55“ – Besondere Datenkategorien (Art. 9) und Datenschutzfolgenabschätzung (Art. 35 DSGVO).
32’55“ – Auftragsverarbeitung Art. 28, 29 DSGVO
37’07“ – Noch ein bisschen was zur Einwilligung, Art.6 Abs. 1 lita, 7 DSGVO
42’00“ – Ourtro: Autokorsi an der Kieler Holstenstraße

Hinweise und Notizen zu Folge 151:
Die Füchse unter den Hörern haben es gemerkt: Es handelte sich nicht um die 150. sondern bereits um die 151. Jurafunk-Folge | Was Verordnungen (in Deutschland) sind, steht in Art. 80 GG | Die Glückszahl 13 bezieht sich auf § 13 des Telemediengesetzes einerseits und Art. 13 DSGVO andererseits | in der Kieler Holstenstraße sitzt das Unabhängige Landeszentrum für den Datenschutz (ULD).

Ortswechsel für das Hamburger Büro von DIRKS.LEGAL: Umzug von Bahrenfeld nach Bahrenfeld

Ich freue mich, den Umzug des Hamburger Büros von DIRKS.LEGAL bekanntgeben zu können: Ab dem 15.2.2018 ist dieses im Theodorhof in Hamburg-Bahrenfeld zu finden. Die vollständigen Adresdaten lauten ab diesem Zeitpunkt:

DIRKS.LEGAL
Büro Hamburg
Theodorstraße 41 / Haus R
22761 Hamburg

Die übrigen Kommunikationsverbindungen – und natürlich auch die Adresse der Kieler Kanzlei – bleiben unverändert bestehen.

Auf Wiedersehen in Bahrenfeld!