WhatsApp-Weihnachts-„Kettenbrief“ als „Urheberrechts-Abzocke“?

Seit einiger Zeit stellen WhatsApp-Nutzer vemehrt fest, dass sich in ihrer Timeline ein bestimmtes Profilfoto explosionsartig ausbreitet.
Hintergrund ist ein mehr oder minder unterhaltsames Weihnachtsrätsel, dass sich per Kettenbrief verbreitet. Die Nachricht dazu lautet:

„A game for you:
You’re going to a room. There are 2 DOGS AND 3 cats on the bed.
Santa, a donkey and 5 Reindeer are standing there too… 3 pigeons and a little duck flying through the area… so! How many feet are in the room? If you answer wrong, you have to have 3 days the picture of Santa as a profile picture.“

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Rechts-Kolumne in der Mac-Life: Digitalisierung first, Nachdenken second

In ungefähr 2-monatigem Rythmus steuere ich zu der Zeitschrift „Mac Life“ einen kolumnenartigen Rechtstext bei, der einige Zeit danach auch online kostenlos verfügbar ist. Im November habe ich mich daran versucht, eine Meta-Diskussion zur Diskussion um die (vorerst verschobene) EU-Urheberrechtsreform anzustoßen, man könnte vielleicht auch „Rant“ dazu sagen. Mir gefällt mein Text immer noch ganz gut, weswegen ich hier noch einmal auf ihn hinweisen möchte.

Besorgten Internetbürgern sei dazu gesagt:

Doch doch, der Autor nutzt seit über 20 Jahren das Internet (in manchen Ausprägungen allerdings seit einiger Zeit immer weniger).

Eidesstattliche Versicherung: Wenn Handarbeit angeblich der Wahrheitsfindung dient

In aller Regel haben‘s Zivilrechtler gern ja eher gern gemächlich. Wenn man sich außergerichtlich nicht einigen kann, wird geklagt. Dann gibt es (meistens) ein schriftliches Vorverfahren, man schickt eine Weile Schriftsätze hin und her und nach einem halben bis Dreivierteljahr sieht man sich mal vor dem Richter. Überall dort, wo es um Unterlassungsansprüche geht, ist das allerdings etwas anders. Oftmals drängt die Zeit, da die Rechtsverletzung noch andauert und Rechtsstreitigkeiten werden im Wege des vorläufigen Rechtsschutzes ausgetragen (und oft genug durch eine entsprechende einstweilige Verfügung auch endgültig beendet).

Hier spielen eidesstattliche Versicherungen eine große Rolle, da diese oftmals das einzig verfügbare Mittel darstellen, mit dem ein Verfügungskläger die Voraussetzungen seiner Ansprüche „glaubhaft machen“ kann. Um die Abenteuer, die man mit „eidesstattlichen Versicherungen“ erleben kann, soll es heute gehen.

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Wahlplakate von Nazi-Partei: Wen Luther eher nicht wählen würde

Website von Nazi-Partei mit Wahlplakaten (Unkenntlichmachung von mir).

Eine laut Bundesverfassungsgericht menschenverachtende, gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtete und mit dem Demokratieprinzip unvereinbare, aber zum Glück völlig unbedeutende rechtsradikale Kleinpartei wirbt mit einem Bild Martin Luthers und der Behauptung, dass dieser ausgerechnet diese Partei wählen würde.

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Letzte „Netzwelt“-Kolumne: Planet der Katzen

Als regelmäßiger Internetleser wissen Sie: Das Urheberrecht ist nicht mehr zeitgemäß. Wenn es schon nicht völlig abgeschafft werden kann, dann fehlt wenigstens dies und das, um den täglichen und natürlich kostenlosen Medienkonsum möglich, reichhaltig und weniger kompliziert zu machen. Urheberrecht: das ist doch eigentlich ein altertümliches Vehikel zur Abzocke von Verbrauchern. Das Internet jedenfalls, dessen Prinzip ja das „Kopieren“ von Inhalten ist, wäre viel einfacher zu bedienen, wenn nicht ständig jemand von irgendwoher krähen würde: „Das ist aber mein Foto! Und wenn nicht, dann ist wenigstens meine Katze drauf!“

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