Der BGH und ein Lautsprecherfoto: Keine Vertragsstrafe unter dieser Nummer

Stellen Sie sich kurz vor, Sie haben auf Ihrer Webseite oder in einem Inserat bei Ebay ein Foto benutzt, ohne so genau zu wissen, ob Sie das eigentlich durften. So etwas passiert ständig: Aus Unwissenheit oder “im Eifer des Gefechts”, also irgendwie versehentlich oder auch absichtlich in der etwas naiven Annahme “merkt schon keiner”. Merkt natürlich doch einer, Sie bekommen eine Abmahnung, ärgern sich erst; erfahren dann, dass Ärgern nichts bringt, löschen das Foto, unterschreiben eine – vielleicht auch “modifizierte” – Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung und zahlen. Haken die Sache ab.

Aber dann kommt wieder ein Brief vom gegnerischen Anwalt.

Was will der jetzt noch?

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“Drohneneinsatz” und Panoramafreiheit: (Wie) geht das jetzt zusammen?

Corona-Silvester 2020: der Heinrich-Hertz-Turm aka “Telemichel” ist in bunten Farben angestrahlt und gibt ein tolles Bild ab. Ich habe als Drohnenpilot zu solch einem Anlass immer meine Drohne dabei. Gerade als ich die Drohne starten will, kommen mir Zweifel: Darf ich mit meiner Drohne Bilder vom Heinrich-Hertz-Turm machen? Immerhin stellt die Lichtinstallation möglicherweise “Kunst” dar, und hier ist Vorsicht geboten, wie gerade Hamburger aus leidiger Erfahrung mit blauem Licht wissen. Die Fragen nach den rechtlichen Grenzen eines solchen “Drohneneinsatzes” stellen sich daher viele. Denn die Rechtsprechung zur Panoramafreiheit aus § 59 UrhG sieht “Hilfsmittel” traditionell kritisch. Andererseits war sie auch in der Vergangenheit für Überraschungen “gut” gewesen.

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Virtueller Webmontag: Ein Abmahnanwalt packt aus

Aufzeichnung des virtuellen Webmontags vom 20.4.20 (Externer Link: Youtube, Datenschutzerklärung beachten).

Ich freue mich, wieder einmal aktiv in einen Kieler Webmontag eingreifen zu können. Dabei spielt die “Corona-Krise” natürlich – wie bei vielem im Augenblick – irgendwie eine Rolle: Da der Webmontag im Moment wie vieles Andere physisch nicht stattfinden kann, gibt es ein virtuelles Format, dem es auch zu verdanken ist, dass ich daran teilnehmen kann.

Was ist der “Kieler Webmontag”?

Den “Kieler Webmontag” gibt es, seit Steffen Voß ihn im Sommer 2007 ins Leben gerufen hat. Zu dieser Zeit hatte ich meinen Lebens- und Schaffensmittelpunkt ebenfalls noch in Kiel und und in diesem Zusammenhang auch die Ehre, den ersten Veranstaltungen in den Konferenzräumen meines damaligen Büros in der Werftbahnstraße eine Heimat zu bieten.

Inzwischen ist der Kieler Webmontag diesen Kinderschuhen längst entwachsen und findet unter normalen Umständen jeden dritten Montag im Monat in der Kieler Starterkitchen statt. Auch wenn ich selbst Ende 2017 der Stadt zu Gunsten meiner Heimat Hamburg den Rücken gekehrt habe, fühle ich mich Kiel natürlich weiterhin verbunden und freue mich, dass ich nun in der virtuellen Variante über Bundesländergrenzen hinweg zugeschaltet werden kann (Das muss man sich zu diesen Zeiten einmal vorstellen! Darf man das überhaupt?).

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Gesichtsmasken, Abmahnungen und das Anwaltspack in der #Coronakrise

The first thing we do: Let’s kill all the lawyers“  steht im Profil eines Twitter-Accounts dem ich folge, und eigentlich finde ich dieses (Shakespeare-) Zitat ganz schön, vor allem wenn es von jemandem verwendet wird, der selbst seine Brötchen als Rechtsanwalt verdient. Das Schmunzeln darüber bleibt mir allerdings zunehmend im Hals stecken, denn Anfang April 2020 macht sich in sozialen Netzwerken tatsächlich eine Art Pogromstimmung gegen Rechtsanwälte bereit, die mir mehr als nur ein gewisses Unbehagen bereitet. Dabei geht es um (angebliche) Abmahnungen und um Gesichtsmasken. Und genau diese drei Themen versucht der nachfolgende Beitrag zu sortieren.

Richtig: „drei“ Themen, nämlich Gesichtsmasken, Abmahnungen und Pogromstimmung gegen Anwälte.

Webmontags-Host Steffen Voß im Gespräch mit RA Stephan Dirks: “Diese Abmahnungen existieren ganz einfach nicht”. (Externer Link: Twitch, Datenschutzerklärung beachten)
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