Jurafunk Nr. 156: Ein Finale in Berlin

Der Jurafunk zu Gast bei der Rechtsbelehrung. Die Rechtsbelehrung, das ist Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke (Website, Twitter) und Marcus Richter (Er spricht in Microphone / Website, Twitter).

Pünktlich zu Peak-Christmas zwischen dem 2. und 3. Advent machen die Podcast-Crews der Rechtsbelehrung und des Jurafunks ihren jeweiligen Hörern, die sich teilweise auch überschneiden dürften, ein herrlich knisterndes Weihnachtsgeschenk in Form einer glitzernden Weihnachtsfolge:

Es geht darin um das zu unrecht wenig beachtete Rechtsgebiet des “Weihnachtsrechts”. Die besprochenen Sachverhalte sind allesamt besonders, teilweise ein kleines bisschen crazy und auf jeden Fall ein würdiger Rahmen für diese denkwürdige Jurafunk Folge. Für Jurafunk-Fans ist sie allerdings nicht ganz ohne Schockmomente, die erst ganz am Ende die Weihnachtsstimmung minimal trüben könnten.

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Am Ende von Folge 156 haben Krasemann und Dirks in würdigem Rahmen eine Bombe platzen lassen: Jurafunk-Folge 156, die gleichzeitig die zweieinhalbte Gemeinschaftsproduktion mit der Rechtsbelehrung ist, ist auch die letzte Folge des Krasemann-Dirks’schen Gemeinschaftspodcasts.

Die Crew der Rechtsbelehrung war sozusagen das Testpublikum für diese Nachricht – und die etwas erschrockenen Reaktionen und Nachfragen zeigen, dass hier vielleicht noch ein paar Fragen beantwortet werden sollten.

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BVerfG-Urteil im Fall “Apollonia”: Das Internet vergisst nicht, aber es muss

Müssen Straftäter es auf ewig dulden, dass sie vor der gesamten (Web-)Öffentlichkeit mit ihren Taten konfrontiert werden? Nein, sagt das Bundesverfassungsgericht (Urt. v. 6.11.2019, 1 BvR 16/13Recht auf Vergessen I). Und ganz nebenbei sagt es noch etwas: Unangenehme Wahrheiten im Web sind eben kein “Datenschutz”-Problem.

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“In Kiel gibt es 25.000 € bei Nacktfotos im Internet!”

Dieser Satz muss so oder ähnlich irgendwann mal in einer Berliner Anwaltskanzlei gefallen sein, die die Klägerin in einem Rechtsstreit wegen unerlaubter Veröffentlichung von Aktfotos im Internet durch einen Kieler Fotografen vertreten hat. Ab dann nahm das Schicksal in Form eines misslungenen Mandats mutmaßlich seinen Lauf.

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Not News: Illegales Streaming illegal, trotzdem keine “Streaming-Abmahnungen” weit und breit

Also, der WDR hat mich angerufen und dazu befragt, was Menschen, die sich illegale Streams ansehen, so im Durchschnitt rechtlich zu befürchten haben.

Unter uns: das Thema ist ein relativ alter Hut, aber Wiederholung hilft ja vielleicht beim Memorieren.

Nochmal: Seit dem EuGH-Urteil in Sachen Stichting/Brein (EuGH, 26.04.2017 – C-527/15) wissen wir eigentlich ganz gut, dass Streaming nicht im rechtsfreien Raum stattfindet und dieses ganze Argument mir der vorübergehenden Vervielfältigungshandlung nach § 44 UrhG den EuGH auch nicht beeindruckt hat.

Dass es trotzdem keine “Streaming-Abmahnwelle” gibt und wohl auch nicht geben wird, liegt an der Anatomie der Abmahnwelle und der damit (un)möglichen Geschäftsmodelle. Ausführlich z.B. hier und da nachzulesen.

Bitte nicht verwechseln: “Ich werde wohl nicht erwischt” ist nicht dasselbe wie “Ich darf das”. Sie sollten schon deshalb für Leistungen zahlen, die Sie gerne nutzen, weil Sie verstanden haben, dass es Menschen gibt, die davon leben, ihnen diese Inhalte zu verschaffen.