Urheberrecht für Lego-“MOCs”?

Für manche Eltern mag schon diese Feststellung etwas überraschend sein:

Ja, es stimmt: Es existiert eine riesige weltweite “Lego”-Szene außerhalb des Kinderzimmers ihres eigenen Nachwuchses und deren Mitglieder sind meist dem Kindesalter lang entwachsen. Echte Klemmbausteinfans entwickeln sogar eigene Lego-Fan-Sets, so genannte Lego-“MOCs”. “MOC” steht dabei für “My Own Creation”, also für selbst entworfene Lego-Bausätze. Mit diesen Bausätzen lässt sich wiederum Geld verdienen, denn die Fangemeinde benötigt laufend Nachschub.


Dies ist der Hintergrund für ein Gespräch, das ich mit dem Datenschutz-Juristen und Lego-Youtuber Henry Krasemann geführt habe. Im Zentrum steht die Frage danach, welche Folgen das Urheberrecht für die Verwertung eigener und vor allem auch fremder “Lego-MOCs” hat. Zum Video geht es hier entlang.

Noch ein inhaltlicher Hinweis: Die Panoramafreiheit für Bauwerke nach § 59 UrhG gilt ihrem Wortlaut nach tatsächlich nur für Vervielfältigungen “mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film” und nicht für das dreidimensionale “Nachbauen” von urheberrechtlich geschützten Bauwerken, sei es auch als Modell und nicht als eigentliches “Bauwerk”.

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