Die ersten 5 Jahre sind rum: Barcamp Kiel 2014 Recap + Jurafunk Nr. 116

Am 22. und 23.8. fand bereits zum 5. Mal das Barcamp Kiel statt, das gewichtigen Stimmen zur Folge eines der größten und besten Barcamps Deutschlands sein soll. 300 Internet- und Medieninteressierte strömten ins Kieler Wissenschaftszentrum, mit dabei wie immer die „Barcamp Rechtsbteilung“ in Gestalt verschiedener Juristen, unter anderem aus unserer Kanzlei und aus den Büros der Datenschutzbeauftragten von Kiel und Hamburg. Wobei, natürlich, letzterer nicht offiziell vertreten war sondern nur durch zufällig privat anwesende Mitarbeiter. Und zum fünften mal machte genau diese Mischung aus privat interessierten und professionell Involvierten die Sache zu einem großen Erfolg.

Die Rechts-Sessions

An diejenigen, die über einen Barcamp-bezogenen Link zum ersten mal auf diesen Blog gestoßen sind, ein kurzer Hinweis: Das hier ist ein „Rechts“-Blog. Deshalb stehen bei uns weniger der Tech-Talk im Vordergrund und mehr die rechtsbezogenen Inhalte, und davon gab es auch dieses Jahr wieder einige.

Freitag: Battle um das (Recht auf) Vergessen(werden)

An Tag 1 ging es in einer Battle-Session zwischen Dr. Moritz Karg (@cyerpirates) und dem Verfasser dieses Beitrags um die Frage, was eigentlich vom EuGH-Urteil zum Recht auf Vergessen(werden) zu halten ist. Lesern dieses Blogs dürfte meine Meinung dazu bekannt sein (es gibt sie zur Not auch noch einmal hier nachzulesen). Dankenswerter Weise hat sich Rüdiger Kohls (auf Twitter bekannt als @kiel211 und nebenberuflich tätig in unserer Kanzlei) bereit gefunden, das von ULD-Datenschützer und Jurafunk-Mitherausgeber @henrykrasemann brillant moderierte Gemetzel auf Video zu dokumentieren, so dass ich mich langwieriger Zusammenfassungen enthalten kann.

Samstag: „Live“-Jurafunk: Webcams, Dashcams, Drohnen

Am Samstagvormittag gab es dann noch die mittlerweile fast schon „traditionelle“ Live-Jurafunk-Session, wobei „live“ hier bedeutet: Aufzeichnung vor Publikum. Aus Barcamp-Sicht ging’s also um eine normale Session,  nur mit Vorspann, Abspann und eingeübtem Applaus, sowie, und das ist für ein Barcamp tatsächlich ungewöhnlich: striktem Smartphone-Verbot (An dieser Stelle der Hinweis an die Teilnehmer der Session: Vergesst bitte auf keinen Fall, die Geräte spätestens Anfang der Woche wieder „ein“ zu schalten). Den Jurafunk gibt’s übrigens inzwischen auch bereits fünf Jahre, das aber nur nebenbei. Auch hierzu existiert Bildmaterial, auf das ich an der Stelle verweisen  möchte.

Und die anderen?

Natürlich: Auf ein Barcamp geht niemand zur Rechtsfortbildung – auch Juristen nicht. Ich hatte wieder besonders viel Spaß in der SEO-Sesssion „Siteclinic“ und derjenigen zum Blog-Marketing (wenn auch aus jeweils ganz unterschiedlichen Gründen) und fand toll natürlich auch die Hinweise von @AndreasWiener dazu, wie man eine wirklich schlechte Powerpoint-Präsentation macht bzw. auch vermeidet.

Dass irgendein sadistischer Bösewicht ihm ein Testpublikum in die erste Reihe gesetzt hatte, das offensichtlich die Aufgabe hatte, den guten Vorsatz „das Publikum nie zu beleidigen“ auf eine harte Probe zu stellen – auch damit konnte der Meister souverän umgehen. Vielleicht macht im kommenden Jahr ja jemand eine Session dazu, „wie man als Publikum einen schönen Vortrag (nicht) kaputtfragt“.

Fazit: Das #bcki14 hat nicht nur mit dem (sinkenden!) Durchschnittsalter der Veranstaltung gezeigt, dass das Barcamp-Konzept noch lange nicht am Ende ist. Wieder einmal vielen Dank an das Orga-Team. So darf die „Saison“ weitergehen, wir freuen uns auf das #bchh im November (dann auch wieder mit Nina, versprochen).

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