#BCKI17: Recap


Am 11. und 12. August fand im Kieler Wissenschaftspark das bereits achte Barcamp Kiel statt. Und natürlich möchte ich getreu dem Motto: „You do talk about Barcamp!“ meiner Chronistenpflicht nachkommen und eine kurze Zusammenfassung aus meiner Sicht geben. Wie es sich für einen guten Juristen gehört, nehme ich, bevor ich auf die Einzelheiten zu sprechen komme, das Ergebnis vorweg: Sessions, Organisation, Location, Rahmenprogramm waren wie immer großartig. Wenn Sie diesen Text lesen, weil Sie gerade prüfen, ob Ihr Unternehmen ein Sponsoring für das #BCKI18 wagen soll:

Tun Sie’s.
Tun Sie’s jetzt.

Eine bessere Gelegenheit, sich in einem tollen Rahmen zu präsentieren und dabei noch eine wirklich gute Sache zu unterstützen, bekommen Sie nicht wieder. Wenn Sie zögern, könnte es zu spät sein.

Recap: Meine Highlights am Freitag

Bereits in den Tagen vor dem Barcamp hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass zur Eröffnung hoher Besuch zu erwarten sei. So war es denn auch: Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, gab sich zur Eröffnung die Ehre. Nachdem er noch vor der Tür seine Krawatte abgenommen hatte, ließ er sich von Barcamp-Host @janwinters frech anduzen und darüber hinaus ein paar warme Worte da. Das war kein unsympathischer Auftritt und sicherlich nicht die schlechteste Art, in der noch jungen Ministerpräsidentschaft Akzente zu setzen. Auch wenn der Appell, dann doch auch eine Session zu halten, ungehört verhallte: Ja, doch, kann man so machen. Der Auftritt machte natürlich vor allem auch deutlich, welchen Weg das Kieler Barcamp seit den Anfängen im Jahr 2010 bis in das Jahr 2017 zurückgelegt hat.

Meine Session-Favoriten am Freitag: Aus rechtlicher Sicht war natürlich „WhatsApp: Mit einem Bein im Knast“ von @henrykrasemann (ULD) ein Muss.


Henrys Session-Titel war dabei ein bisschen irreführend, denn die Session war inhaltlich gerade nicht so apodiktisch, wie es der Titel suggerierte. Henry stellte das Urteil des AG Bad Hersfeld zur angeblichen Abmahngefahr bei der Nutzung von WhatsApp ohne Einwilligung aller Telefonbuchkontakte vor (Urt. v. 15.5.17, Az. F 120/17 EASO, Beitrag dazu hier), und es entspann sich eine spannende Diskussion über die verschiedenen Datenschutz- und persönlichkeitsrechtlichen Aspekte. Einig waren wir alle am Ende vor allem in einem Punkt: Das Urteil fügt der Diskussion nicht unbedingt neue Gesichtspunkte hinzu und wird in seiner Relevanz, sagen wir: sehr, sehr überschaubar bleiben.

Sehr spannend fand ich auch die Session von @callehackenberg zu schlechter Werbung. Auch wenn ich aus Jugendschutzgesichtspunkten heraus ganz andere Werbung „schlecht“ finde als der Profi, war es doch sehr spannend zu sehen, wie lieblos zusammengestückelt die Bildmotive selbst großer Marken oft sind. Danke dafür!

Meine Highlights am Samstag

Im 8. Jahr des Kieler Barcamps habe ich es endlich geschafft, die „Kreativ auf Knopfdruck“-Session von @lutzlu zu hören. Trotz der einen oder anderen körperlichen Beeinträchtigung am frühen Samstagmorgen gelang ihm eine tolle, informative und unterhaltsame Session zur Auflösung von verschiedenen „Fixierungen“, die den Kreativen am Kreativsein hindern. Auch, wenn anders lautende Gerüchte existieren: Das Anwaltsdasein erfordert sehr viel Kreativität, so dass mir nicht nur die Session nützen wird, sondern auch das in Kürze zum Thema erscheinende Buch von Lutz, das ich sofort kaufen werde.

Am Samstag gab es außerdem die bereits traditionelle Jurafunk Session – diesmal mit dem Titel „Jurafunk Meets Lustbüro“, für weiteres verweise ich hierhin.


Wer an einem Barcamp teilnimmt, ohne thematisch die eigene Filterbubble zu verlassen, hat selbst schuld (und das ganze offensichtlich nicht richtig verstanden). Ein Vorwurf, den ich mir keinesfalls machen lassen möchte, weswegen ich am Sonnabend die „Impro-Theater“-Session von @einfachdirk und seinen Kollegen mitgenommen habe.

 

Auch die war großartig, und inwieweit die Session inhaltlich möglicherweise auch was mit meinem Beruf zu tun haben könnte, möchte ich an dieser Stelle einstweilen offen lassen.

Mein #bcki17 Fazit

Wann ist eigentlich die Anmeldung zum #bcki18 möglich?

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