Schleswig-Holsteins „Facebook“-Seite als Regierungsfernsehen

Am 6. Mai 2012 wird im nördlichsten Bundesland ein neuer Landtag gewählt. Der Wahlkampf tobt. CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager und der Kieler SPD-Bürgermeister Torsten Albig liefern sich ein Kopf-an Kopf-Rennen um den Posten des nächsten Ministerpräsidenten (bei dem Albig derzeit wohl deutlich gewinnen würde, wenn er direkt zur Wahl stünde; bei den jeweiligen Parteien, und die stehen ja nun einmal auf dem Wahlzettel, ist die Sache jedoch nicht so eindeutig).

Diese Situation sollte eigentlich dazu führen, dass offizielle Nachrichtenkanäle mit besonderer, naja, nennen wir es einmal: so eine Art  „Sensibilität und Ausgewogenheit“ über dieses oder jenes Lager berichten. Erst recht an die „Offizielle Seite des Landes und der Landesregierung“ auf Facebook dürfte man eine solche Erwartung wohl richten.

Diesem Anspruch trägt diese offizielle Social-Media Präsenz meines Lieblingsbundeslandes heute in folgender Form Rechnung:

„Kurs halten“, soso. M.E. ein weiteres Beispiel für die Fragwürdigkeit  staatlich-offizieller Social-Media-Kanäle. Meinungsbildung sollte aus gutem Grund nicht von oben nach unten erfolgen, nicht nur in der „alten“ Welt aus Zeitungen, Fernsehen und Radio.

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